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Die Pariser Regierungsbeamten akzeptierten dann auch die deutsche Gruppe Lenz - als Anhängsel des Italieners, gegen den sie keine Ressentiments hegten - und genehmigten die Wiedereröffnung der Spielbank im Schwarzwald. Dem Italiener wurde die Option erteilt, etwa 45 Prozent Anteile der neuzugründenden Casino-Gesellschaft erwerben zu können. Er nutzte sie aber nicht aus, sondern überließ seinen Part dem Hartmann Freiherr von Richthofen, der in seinem Verwandtenkreis etwa 250 000 Mark auftrieb und als Casino-Beteiligung zur Verfügung stellte. Das meiste Geld mußte jedoch von den Lenzleuten kommen. Sie spendeten 1949 zu Weihnachten 10 000 Mark für die Stadtarmen, um ihre noble Gesinnung zu bekunden.

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Die Bankiers zahlten den Wiedergutmachungsanwärtern, die damals in Scharen auswandern wollten, etwa 40 Prozent der festgesetzten Entschädigungssumme und erhielten dafür nach anderthalb oder zwei Jahren 60 bis 64 Prozent aus der Staatskasse. Den Rest - 36 bis 40 Prozent - behielt der Staat ein. Bevor jedoch das Wiedergutmachungsgeld mit etwa 20 Prozent Profit an die Vorfinanzierer zurückfloß, brauchte Lenz dringend Finanzhilfe, um seine nächste Glücksspiel-Startbahn in Baden-Baden betonieren zu können. Die meisten Geschäftsfreunde, Makler und Bankiers, die er um Darlehen anging, winkten ab. Der Münchner Finanzmakler Rudolf Münemann beispielsweise ließ Lenz mokant abfahren: »Spielcasinos und Freudenhäuser finanziere ich nicht.« Schließlich wandte sich Lenz an die damals noch hoch im Kurs stehende Geld-Maklerin der Familie des Prinzen Adalbert von Bayern, die Reichsgräfin von Wrbna-Kaunitz, die auf Bitten von Lenz zunächst auch 400 000 Mark hergab, aber schon nach wenigen Monaten das bei der Baden-Badener Sparkasse deponierte Darlehen kündigte.

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Seither wurden die Beziehungen zwischen »Ninifee« und Gustl Lenz merklich kühler. Schließlich konnte Lenz nach Abtretung einiger Unterbeteiligungen mehrere stille Gesellschafter für die neugegründete Spielbank Baden-Baden GmbH finden, die ihm auch bei der Darlehensfinanzierung behilflich waren. Dazu Lenz: Wenn man wüßte, was für prominente Leute ich mit Spielbankanteilen vertrete.« Nachdem die Finanzierung endlich gesichert war, wurde das Casino am 1. April 1950 feierlich eröffnet. Die Ruhrindustriellen-Witwe Ursula Haniel von Rauch warf die erste Roulettekugel, der zum ersten Casinodirektor beförderte Freiherr von Richthofen machte die Honneurs. Aber Baden-Badens Oberbürgermeister Dr.

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Ernst Schlapper erwartete viel mehr: - Beteiligung der Stadt- und Kurverwaltung an der neuen Casino-Gesellschaft zu je fünf Prozent und - eine Million Mark Darlehen für die Kurverwaltung zu gewöhnlichen Sparkassenzinssätzen. Da die Lenzleute aber auch noch für den größten Teil der Kosten aufkommen mußten, die sich aus der Herrichtung der Casino-Räume und der Neubeschaffung des Inventars ergaben, wurde der Münchner Bankier etwas verlegen. Die Chance, das investierte Kapital in wenigen Jahren einzuspielen und dann nur noch steuerfrei zu verdienen, war sehr verlockend, aber die flüssigen Reserven des Bankhauses August Lenz & Co. Lenz kaufte damals wie einige andere Bankiers sogenannte Feststellungsbescheide ehemals rassisch verfolgter KZHäftlinge auf, die der bayrische Staat nicht sofort honorieren konnte. Die Bankiers zahlten den Wiedergutmachungsanwärtern, die damals in Scharen auswandern wollten, etwa 40 Prozent der festgesetzten Entschädigungssumme und erhielten dafür nach anderthalb oder zwei Jahren 60 bis 64 Prozent aus der Staatskasse. Den Rest - 36 bis 40 Prozent - behielt der Staat ein.

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Bei dieser Gewinnträchtigkeit war es verständlich, daß sich die Münchner Konsorten um weitere Konzessionen bemühten, wo immer sich eine Gelegenheit bot. In Bayern machten, ihnen jedoch einige Moralisten, wie der CSU-Patriarch Dr. Alois Hundhammer, große Schwierigkeiten. Hundhammer warnte 1950 seine Parlamentskollegen im Bayerischen Landtag eindringlich vor Casino-Projekten, indem er auf Neuenahr hinwies: »Wo kommen im großen und ganzen bei den Großspielern die Summen her? Es ist doch eine ganz bekannte Tatsache, daß viele von denjenigen, die bei der Währungsumstellung und in anderen Fällen den Steuerbehörden gegenüber nicht ganz korrekt gehandelt haben, ihre Gewinne nun über die Spielbanken legalisieren.

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Neuenahr ist dafür oft genug genannt worden ...« In der Tat hatten sich viele Fabrikanten und Händler durch ihre Feierabendbeschäftigung am Roulette ein Alibi für schwarze Kassenbestände verschafft, die ihnen aus dem Verkauf von Warenvorräten zugeflossen waren, die sie in der R-Mark-Zeit gehortet hatten. Auch andere nicht ordnungsgemäß verbuchte Einnahmen wurden als Spielbankgewinne deklariert, die der Spieler - genauso wie der Spielbankier seine Rendite - nicht zu versteuern braucht. Als einziges Beweismittel legten die Steuersünder dem Finanzamt die Casino-Eintrittskarte von Neuenahr oder einer anderen staatlich konzessionierten Spielbank vor. Hundhammer rügte ferner: »In den Spielbanken zeigt sich die luxuriöseste Lebensführung, die es überhaupt gibt.« Dennoch entwarf das bayrische Regierungskabinett 1951 ein Landesspielbankengesetz, das genau mit den Vorstellungen der Gruppe Lenz übereinstimmte: In Bad Reichenhall, Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee und Bad Kissingen sollten Casinos errichtet und in einer zentralen Spielbank-Gesellschaft zusammengefaßt werden. Schon vorher hatten die Lenzleute die Hotel- und Sanatoriumsburg Kurhotel Wigger in Garmisch erworben, die zur Hochburg der geplanten bayrischen Casinogesellschaft umgebaut werden sollte. Bevor jedoch das Wiedergutmachungsgeld mit etwa 20 Prozent Profit an die Vorfinanzierer zurückfloß, brauchte Lenz dringend Finanzhilfe, um seine nächste Glücksspiel-Startbahn in Baden-Baden betonieren zu können. Die meisten Geschäftsfreunde, Makler und Bankiers, die er um Darlehen anging, winkten ab. Der Münchner Finanzmakler Rudolf Münemann beispielsweise ließ Lenz mokant abfahren: »Spielcasinos und Freudenhäuser finanziere ich nicht.« Schließlich wandte sich Lenz an die damals noch hoch im Kurs stehende Geld-Maklerin der Familie des Prinzen Adalbert von Bayern, die Reichsgräfin von Wrbna-Kaunitz, die auf Bitten von Lenz zunächst auch 400 000 Mark hergab, aber schon nach wenigen Monaten das bei der Baden-Badener Sparkasse deponierte Darlehen kündigte. Seither wurden die Beziehungen zwischen »Ninifee« und Gustl Lenz merklich kühler.

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Die Pariser Regierungsbeamten akzeptierten dann auch die deutsche Gruppe Lenz - als Anhängsel des Italieners, gegen den sie keine Ressentiments hegten - und genehmigten die Wiedereröffnung der Spielbank im Schwarzwald. Dem Italiener wurde die Option erteilt, etwa 45 Prozent Anteile der neuzugründenden Casino-Gesellschaft erwerben zu können. Er nutzte sie aber nicht aus, sondern überließ seinen Part dem Hartmann Freiherr von Richthofen, der in seinem Verwandtenkreis etwa 250 000 Mark auftrieb und als Casino-Beteiligung zur Verfügung stellte. Das meiste Geld mußte jedoch von den Lenzleuten kommen. Sie spendeten 1949 zu Weihnachten 10 000 Mark für die Stadtarmen, um ihre noble Gesinnung zu bekunden.

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Aber Baden-Badens Oberbürgermeister Dr. Ernst Schlapper erwartete viel mehr: - Beteiligung der Stadt- und Kurverwaltung an der neuen Casino-Gesellschaft zu je fünf Prozent und - eine Million Mark Darlehen für die Kurverwaltung zu gewöhnlichen Sparkassenzinssätzen. Da die Lenzleute aber auch noch für den größten Teil der Kosten aufkommen mußten, die sich aus der Herrichtung der Casino-Räume und der Neubeschaffung des Inventars ergaben, wurde der Münchner Bankier etwas verlegen. Die Chance, das investierte Kapital in wenigen Jahren einzuspielen und dann nur noch steuerfrei zu verdienen, war sehr verlockend, aber die flüssigen Reserven des Bankhauses August Lenz & Co. Lenz kaufte damals wie einige andere Bankiers sogenannte Feststellungsbescheide ehemals rassisch verfolgter KZHäftlinge auf, die der bayrische Staat nicht sofort honorieren konnte. Schließlich konnte Lenz nach Abtretung einiger Unterbeteiligungen mehrere stille Gesellschafter für die neugegründete Spielbank Baden-Baden GmbH finden, die ihm auch bei der Darlehensfinanzierung behilflich waren. Dazu Lenz: Wenn man wüßte, was für prominente Leute ich mit Spielbankanteilen vertrete.« Nachdem die Finanzierung endlich gesichert war, wurde das Casino am 1. April 1950 feierlich eröffnet. Die Ruhrindustriellen-Witwe Ursula Haniel von Rauch warf die erste Roulettekugel, der zum ersten Casinodirektor beförderte Freiherr von Richthofen machte die Honneurs.

  • Grenzüberschreitende Verkehrsanbindung zu Schweizer Casinos von Deutschland aus
  • Wichtige Autobahnverbindungen wie die A81 Richtung Singen/Kreuzlingen
  • Bahnverbindungen von deutschen Grenzstädten nach Zürich oder St. Gallen
  • Parkmöglichkeiten und Shuttle-Services an größeren Grenzcasinos
  • Kontrollen und Zollbestimmungen für Bargeld bei der Einreise in die Schweiz

Ein Lokalreporter schrieb begeistert: »Die Vergangenheit ist heraufgestiegen mit märchenhaften Teppichen, goldenen Wänden, gemäldebedeckten Plafonds, mit Fracks und nackten Frauenschultern und jener Gelassenheit, deren Rhythmus so fern dem Tageslärm liegt.« Bald war die Schwarzwaldstadt wieder ein Magnet für die Spitzen der alten und neuen »Classe dirigeante«, die sich dort vor allem Ende August jedes Jahres während der Baden-Badener Woche präsentiert. Dann trifft sich der im Internationalen Club organisierte Pferdeadel mit internationalen Playboys und höchsten Gesellschaftsdamen, wie der Begum, im Casino und auf der Rennbahn Iffezheim. Den Galaabend läßt sich das Casino rund 50 000 Mark kosten - eine Kleinigkeit für die Bankhalter, die genau wissen, daß die spiel- und sportfreudigen Gäste ein Vielfaches dieser Summe am Roulettetisch zurücklassen. Unter die Rennsport-Aristokraten mit Gardemaß mischt cas casino bonus ohne einzahlung 2026 österreich sich auch immer ein kleiner, rundlicher Hippomane -Lenzens Stallgefährte Georg Spencer Spitz. Der Spielbankier ("Ich bin ein Pferdenarr") legte sich im vorgeschrittenen Alter - er ist jetzt 66 - außer wertvollen Gemälden 37 Rennpferde zu: 16 starke Renntraber in Daglfing, vier Galopper in Riem, zehn edle Zuchtstuten, den Zuchthengst Foudji Volo und sechs junge Pferde, die auf seinem Gestüt Aschau in Kirchstockach bei München legieren. Spitz investierte in seinen Renn- und Zuchtstall etwa 150 000 Mark und gab noch mehr für die Repräsentation seines Stalles und für prominente Trainer aus. Zu den Sportveranstaltungen rückt er meist mit vier Sektflaschen an, die ihm ein Butler im Eiskübel nachschleppt, In beschwingter Stimmung verriet Spitz einem Pferdesportjournalisten: »Junger Mann, wenn ich morgens aus dem Bett steige, habe ich schon 1000 Mark verdient.« Mit dieser saloppen Einkommenserklärung hatte der Rennbahn-Fanatiker keineswegs übertrieben.

Maßnahme Umsetzung im deutschen Casino Umsetzung im schweizer Casino Zusammenarbeit über Grenze
Geldwäsche-Prävention StrG & GwG, strenge Identitätsprüfung Geldwäschereigesetz (GwG), Meldepflichten Informationsaustausch bei Verdachtsfällen
Zutrittskontrollen Videoüberwachung, Hausverbundsdatei Videoüberwachung, Gästeregister Kein automatischer Austausch von Hausverboten
Spielsperren OASIS (landesweite Sperre) Individuelle Casinosperren möglich Sperren nicht grenzüberschreitend wirksam

Er gab die steuerfreien Erträge, die sein Konsortialanteil für ihn abwirft, eher zu niedrig als zu hoch an. Auf den Namen der Spitzgattin Erika, genannt Bill, sind bei den Lenz-Casino-Gesellschaften 450 780 Mark Stammanteile eingetragen (auf den Namen Lenz 489 140 Mark). Daraus ergibt sich nach der gängigen Gewinnrechnung der großen Casinos - etwa 100 Prozent des investierten Kapitals jährlicher Reinertrag - eine Tageseinnahme von über 1200 Mark steuerfrei.

Casino-Standort Anbindung ÖPNV (Deutsche Seite) Parkmöglichkeiten Nächster Schweizer Grenzübergang
Konstanz Bus/Bahn bis "Spielbank", S-Bahn aus CH Eigene Tiefgarage Kleinhueningen / Konstanz
Grenzach-Wyhlen (Nähe Basel) Buslinie nach Basel, dann Tram Begrenzt, Parkhaus in Basel Grenzach / Basel
Lörrach (Nähe Basel) Tram aus Basel (Linie 6) Parkhaus am Casino Basel-Stetten
Rheinfelden (Baden) Busverbindung von Schweizer Rheinfelden Kostenpflichtige Parkplätze Rheinfelden (CH) - Fußgängerbrücke

Bei dieser Gewinnträchtigkeit war es verständlich, daß sich die Münchner Konsorten um weitere Konzessionen bemühten, wo immer sich eine Gelegenheit bot. In Bayern machten, ihnen jedoch einige Moralisten, wie der CSU-Patriarch Dr. Alois Hundhammer, große Schwierigkeiten. Hundhammer warnte 1950 seine Parlamentskollegen im Bayerischen Landtag eindringlich vor Casino-Projekten, indem er auf Neuenahr hinwies: »Wo kommen im großen und ganzen bei den Großspielern die Summen her? Es ist doch eine ganz bekannte Tatsache, daß viele von denjenigen, die bei der Währungsumstellung und in anderen Fällen den Steuerbehörden gegenüber nicht ganz korrekt gehandelt haben, ihre Gewinne nun über die Spielbanken legalisieren.

Fazit: Vertrauen ist gut, die White List ist besser

Ein Lokalreporter schrieb begeistert: »Die Vergangenheit ist heraufgestiegen mit märchenhaften Teppichen, goldenen Wänden, gemäldebedeckten Plafonds, mit Fracks und nackten Frauenschultern und jener Gelassenheit, deren Rhythmus so fern dem Tageslärm liegt.« Bald war die Schwarzwaldstadt wieder ein Magnet für die Spitzen der alten und neuen »Classe dirigeante«, die sich dort vor allem Ende August jedes Jahres während der Baden-Badener Woche präsentiert. Dann trifft sich der im Internationalen Club organisierte Pferdeadel mit internationalen Playboys und höchsten Gesellschaftsdamen, wie der Begum, im Casino und auf der Rennbahn Iffezheim. Den Galaabend läßt sich das Casino rund 50 000 Mark kosten - eine Kleinigkeit für die Bankhalter, die genau wissen, daß die spiel- und sportfreudigen Gäste ein Vielfaches dieser Summe am Roulettetisch zurücklassen. Unter die Rennsport-Aristokraten mit Gardemaß mischt cas casino bonus ohne einzahlung 2026 österreich sich auch immer ein kleiner, rundlicher Hippomane -Lenzens Stallgefährte Georg Spencer Spitz. Der Spielbankier ("Ich bin ein Pferdenarr") legte sich im vorgeschrittenen Alter - er ist jetzt 66 - außer wertvollen Gemälden 37 Rennpferde zu: 16 starke Renntraber in Daglfing, vier Galopper in Riem, zehn edle Zuchtstuten, den Zuchthengst Foudji Volo und sechs junge Pferde, die auf seinem Gestüt Aschau in Kirchstockach bei München legieren.

5️⃣ Wie viele Spielbanken gibt es weltweit?

Spitz investierte in seinen Renn- und Zuchtstall etwa 150 000 Mark und gab noch mehr für die Repräsentation seines Stalles und für prominente Trainer aus. Zu den Sportveranstaltungen rückt er meist mit vier Sektflaschen an, die ihm ein Butler im Eiskübel nachschleppt, In beschwingter Stimmung verriet Spitz einem Pferdesportjournalisten: »Junger Mann, wenn ich morgens aus dem Bett steige, habe ich schon 1000 Mark verdient.« Mit dieser saloppen Einkommenserklärung hatte der Rennbahn-Fanatiker keineswegs übertrieben. Er gab die steuerfreien Erträge, die sein Konsortialanteil für ihn abwirft, eher zu niedrig als zu hoch an. Auf den Namen der Spitzgattin Erika, genannt Bill, sind bei den Lenz-Casino-Gesellschaften 450 780 Mark Stammanteile eingetragen (auf den Namen Lenz 489 140 Mark). Daraus ergibt sich nach der gängigen Gewinnrechnung der großen Casinos - etwa 100 Prozent des investierten Kapitals jährlicher Reinertrag - eine Tageseinnahme von über 1200 Mark steuerfrei. Neuenahr ist dafür oft genug genannt worden ...« In der Tat hatten sich viele Fabrikanten und Händler durch ihre Feierabendbeschäftigung am Roulette ein Alibi für schwarze Kassenbestände verschafft, die ihnen aus dem Verkauf von Warenvorräten zugeflossen waren, die sie in der R-Mark-Zeit gehortet hatten.

Das Spielangebot

Er veranstaltete unter anderem im Münchner Eulenspiegel-Keller ein Künstlerfest, auf dem Honoratioren wie dem als Spanier verkleideten Kissinger Oberbürgermeister Dr. Hans Weiß heitere Einblicke in die Tiefen des Spielbankgeschäfts und die Dekolletés amüsanter Damen gegeben wurden.

Die größten Spielbanken in Deutschland

Auch andere nicht ordnungsgemäß verbuchte Einnahmen wurden als Spielbankgewinne deklariert, die der Spieler - genauso wie der Spielbankier seine Rendite - nicht zu versteuern braucht. Als einziges Beweismittel legten die Steuersünder dem Finanzamt die Casino-Eintrittskarte von Neuenahr oder einer anderen staatlich konzessionierten Spielbank vor. Hundhammer rügte ferner: »In den Spielbanken zeigt sich die luxuriöseste Lebensführung, die es überhaupt gibt.« Dennoch entwarf das bayrische Regierungskabinett 1951 ein Landesspielbankengesetz, das genau mit den Vorstellungen der Gruppe Lenz übereinstimmte: In Bad Reichenhall, Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee und Bad Kissingen sollten Casinos errichtet und in einer zentralen Spielbank-Gesellschaft zusammengefaßt werden. Schon vorher hatten die Lenzleute die Hotel- und Sanatoriumsburg Kurhotel Wigger in Garmisch erworben, die zur Hochburg der geplanten bayrischen Casinogesellschaft umgebaut werden sollte.

Datenschutz: Ihre Identität ist das wertvollste Gut

Der Gesetzentwurf wurde indes von der Landtagsmehrheit abgelehnt, nachdem Bayernparteiführer Joseph Baumgartner hinter die Kulissen geleuchtet und laut protestiert hatte: »Die zentrale Lösung ist unmöglich.« Der Firma Lenz & Co. gehe es nur darum, den Fremdenverkehr nach ihren Wünschen zu lenken »und auch noch die Fremdenverkehrsgemeinden in ihre Hand zu bekommen«. Das Parlament ermächtigte die Staatsregierung, an die für Spielbankgründungen vorgesehenen Gemeinden Konzessionen zu erteilen, »mit der Maßgabe, daß diese Gemeinden berechtigt sind, diese Konzessionen zur Ausübung an juristische oder natürliche Personen zu übertragen«. Danach mußte die Lenzgruppe mit jeder der vier Gemeinden separat verhandeln, wenn sie ihren Plan einer zentralen Spielbank nicht aufgeben wollte. Mit der Kontaktpflege beauftragten die Konsorten einen gelernten Metzger, den vielseitigen Geschäftsmann Karl Freisehner, der sich früher in Wien in der Glücksspielbranche betätigt und schon Konzessions-Vorverträge mit mehreren Kurgemeinden abgeschlossen hatte.

Einschränkungen & Limits

Das Konsortium garantierte Freisehner eine starke Beteiligung an den bayrischen Spielbanken und 490 000 Mark Darlehen, das er mit den zu erwartenden Casinogewinnen zurückzahlen sollte, wenn er den Gang der Verhandlungen positiv beeinflusse. Die Verhandlungen mit den Gemeinde- und Kurverwaltungen liefen aber sehr zäh, denn jedesmal, wenn der Name Lenz genannt wurde, verlangten die Gemeindevertreter, beispielsweise in Garmisch, hohe Vorleistungen und Investitionen für Kureinrichtungen, wie sie der Lenz-Gustl den Baden-Badenern zugestanden hatte. In diese Verhandlungen mischte sich auch Lenzens Homburger Konkurrent Gembicki ein. Er schlug Lenz vor, Bayern in Spielbank-Interessengebiete aufzuteilen; wenn das Lenzkonsortium sich beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen niederlassen wolle, werde er, Gembicki, dort nicht mehr mitbieten; dafür müsse sich Lenz aber aus dem Handel um die Konzessionen für Bad Kissingen und Bad Reichenhall heraushalten. Aber Simon Gembickis Chancen in Bad Kissingen wuchsen auch ohne Marktabsprache, nachdem er 150 000 Mark für Spesen und Vorbereitungsfidelitas ausgegeben hatte. Der Gesetzentwurf wurde indes von der Landtagsmehrheit abgelehnt, nachdem Bayernparteiführer Joseph Baumgartner hinter die Kulissen geleuchtet und laut protestiert hatte: »Die zentrale Lösung ist unmöglich.« Der Firma Lenz & Co. gehe es nur darum, den Fremdenverkehr nach ihren Wünschen zu lenken »und auch noch die Fremdenverkehrsgemeinden in ihre Hand zu bekommen«. Das Parlament ermächtigte die Staatsregierung, an die für Spielbankgründungen vorgesehenen Gemeinden Konzessionen zu erteilen, »mit der Maßgabe, daß diese Gemeinden berechtigt sind, diese Konzessionen zur Ausübung an juristische oder natürliche Personen zu übertragen«. Danach mußte die Lenzgruppe mit jeder der vier Gemeinden separat verhandeln, wenn sie ihren Plan einer zentralen Spielbank nicht aufgeben wollte. Mit der Kontaktpflege beauftragten die Konsorten einen gelernten Metzger, den vielseitigen Geschäftsmann Karl Freisehner, der sich früher in Wien in der Glücksspielbranche betätigt und schon Konzessions-Vorverträge mit mehreren Kurgemeinden abgeschlossen hatte. Das Konsortium garantierte Freisehner eine starke Beteiligung an den bayrischen Spielbanken und 490 000 Mark Darlehen, das er mit den zu erwartenden Casinogewinnen zurückzahlen sollte, wenn er den Gang der Verhandlungen positiv beeinflusse. Die Verhandlungen mit den Gemeinde- und Kurverwaltungen liefen aber sehr zäh, denn jedesmal, wenn der Name Lenz genannt wurde, verlangten die Gemeindevertreter, beispielsweise in Garmisch, hohe Vorleistungen und Investitionen für Kureinrichtungen, wie sie der Lenz-Gustl den Baden-Badenern zugestanden hatte. In diese Verhandlungen mischte sich auch Lenzens Homburger Konkurrent Gembicki ein. Er schlug Lenz vor, Bayern in Spielbank-Interessengebiete aufzuteilen; wenn das Lenzkonsortium sich beispielsweise in Garmisch-Partenkirchen niederlassen wolle, werde er, Gembicki, dort nicht mehr mitbieten; dafür müsse sich Lenz aber aus dem Handel um die Konzessionen für Bad Kissingen und Bad Reichenhall heraushalten. Aber Simon Gembickis Chancen in Bad Kissingen wuchsen auch ohne Marktabsprache, nachdem er 150 000 Mark für Spesen und Vorbereitungsfidelitas ausgegeben hatte. Er veranstaltete unter anderem im Münchner Eulenspiegel-Keller ein Künstlerfest, auf dem Honoratioren wie dem als Spanier verkleideten Kissinger Oberbürgermeister Dr. Hans Weiß heitere Einblicke in die Tiefen des Spielbankgeschäfts und die Dekolletés amüsanter Damen gegeben wurden.

  • Historische Bedeutung der Spielbank Baden-Baden als europäisches Nobelcasino
  • Tradition der Spielbanken in Schweizer Kurorten wie Bad Ragaz oder St. Moritz
  • Entwicklung der Casinokultur in Grenzregionen durch Tourismus
  • Architektonisch bedeutende Spielbankgebäude beiderseits der Grenze
  • Berühmte Gäste und historische Ereignisse in den Grenzcasinos